Erzählcafés

Was ist ein Erzählcafé?

Erzählcafés sind leicht zugängliche, partizipative und moderierte Treffpunkte im (halb-)öffentlichen Raum (drinnen oder draußen), die speziell darauf ausgerichtet sind, die lokale Nachbarschaft einzubinden und die kulturelle Teilhabe innerhalb dieser Nachbarschaft zu stärken. Sie bieten einen sicheren Raum, in dem persönliche Erfahrungen, Geschichten und Sichtweisen ausgetauscht werden können.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltungen steht ein respektvoller, wertschätzender und vorurteilsfreier Dialog, der unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar macht und die nachbarschaftlichen Beziehungen stärkt. Durch das gemeinsame Erzählen von Geschichten entsteht ein sozialer Raum, der Vertrauen fördert, Alltagswissen in den Vordergrund rückt und unsere Vielfalt als gesellschaftliche Ressource anerkennt. Diese Veranstaltungen fördern den Dialog und das gegenseitige Verständnis und sollen das Gemeinschaftsgefühl in der Nachbarschaft stärken.

Ablauf eines Erzählcafés

Ein Café findet in einer kleinen Gruppe von 5 bis 20 Personen statt, entweder in den Räumlichkeiten einer Gastorganisation oder im öffentlichen Raum. Nach einer kurzen Einführung in das Format und die Diskussionsregeln (freiwilliger Austausch, aktives Zuhören, keine Wertung oder Debatte) wird das jeweilige Thema vorgestellt.

Anschließend finden moderierte Erzählrunden statt, in denen die Teilnehmenden persönliche Erfahrungen und Perspektiven austauschen. Die Moderatorin oder der Moderator leitet die Runde, hält den Fokus auf das jeweilige Thema, stellt Fragen, stellt Verbindungen zwischen gemeinsamen Themen in den Geschichten her und sorgt vor allem für einen respektvollen, inklusiven und ausgewogenen Raum für den Austausch. Nach den Erzählrunden fasst die Moderatorin die Beiträge kurz zusammen, hebt zentrale Aspekte hervor und stellt Verbindungen zwischen ihnen her. Darauf kann ein offener, informeller Austausch folgen, der Raum für Reflexionen, Verbindungen und gemeinsames Nachdenken bietet.

Was ist das Ziel eines Erzählcafés?

Das Ziel eines Erzählcafés ist es, einen Raum für den Austausch und das Zuhören zu schaffen, ohne dass dabei Diskussionen oder Debatten stattfinden. Durch den Austausch persönlicher Erfahrungen können sich die Teilnehmenden besser verstehen lernen und eine offenere und einfühlsamere Haltung gegenüber unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen entwickeln. Indem Menschen an bestimmten Orten und im öffentlichen Raum zusammengebracht werden, fördert dieses Format den interkulturellen Austausch und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil.

Ein Storytelling-Café ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, Stimmen und Perspektiven Raum zu geben, die im Alltag und im öffentlichen Diskurs oft zu kurz kommen. Indem persönliche Geschichten erzählt werden, anstatt zu diskutieren oder zu debattieren, tragen Storytelling-Cafés zu einer inklusiveren, solidarischeren und friedlicheren Gesellschaft bei.

Zielgruppe: jede*r
Ort: drinnen oder draußen in einer ruhigen Umgebung
Dauer: in der Regel 1–2 Stunden
Häufigkeit: auf Anfrage
Kosten: auf Anfrage

Aktuelle und vergangene Veranstaltungen

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Fragen?

Wenn du mehr erfahren möchtest, ein „Storytelling Café“ für deine Einrichtung anfragen oder mit unserer Unterstützung selbst eines organisieren möchtest, kontaktiere uns gerne unter team@civilaction.net.



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